Vereinsaktivitäten

Vereinsexkursion mit Schläfer-Experten Sven Büchner (Mai 2026)

Am letzten Samstag im Mai durften wir mit Minimus - Verein zur Erforschung und Förderung kleiner Säugetiere, einen wertvollen Erfahrungsaustausch zur Förderung des Gartenschläfers machen. Bei einer Exkursion in die Region Gantrisch mit dem Schläfer-Experten Sven Büchner aus Deutschland, evaluierten wir potenzielle Lebensräume für den Gartenschläfer und diskutierten Methoden, um seine
Vorkommen nachweisen zu können. 
Die grossen Arealverluste des Gartenschläfers in ganz Europa in den letzten 30 Jahren sind für alle besorgniserregend. Im Projekt «Spurensuche Gartenschläfer» wurden verschiedene Gefährdungsursachen untersucht, aber keine klare Ursache für den Rückgang gefunden. 
So war es auch Minimus bei den letztjährigen Erhebungen mit Spurentunneln gemeinsam mit dem Naturpark Gantrisch nicht möglich, die wenigen Nachweise des Gartenschläfers in der Region zu bestätigen. Minimus bleibt aber dran, wird den Austausch auch mit internationalen Experten weiterhin pflegen und Projekte für die Erhaltung und Förderung des Gartenschläfers in der Schweiz umsetzen.

© Annina Zollinger Fischer
© Annina Zollinger Fischer
Vereinsexkursion Wildtierunterführungen (Mai 2025)

Am 4. Mai 2025 fand der jährliche Mitgliederanlass in und um Aarau statt. Dieses Mal widmeten wir uns der Frage, wie Kleinsäuger bei der Erstellung von Wildbrücken und -unterführungen aktuell berücksichtigt werden, wo noch Lücken bestehen und wie wir diese füllen könnten. Cristina Boschi gab uns in ihrer Präsentation die Grundlagen für die Sanierung der Wildtierkorridore sowie aktuell laufende Projekte mit, an welchen sie beteiligt ist. Am Nachmittag besuchten wir eine Wildtierbrücke, eine Bahnunterführung für unterschiedlich grosse Tierarten sowie einen Kleintierdurchlass. Gemeinsam diskutierten wir, wie funktional diese für Kleinsäuger wohl sind und welche Optimierungen zielführend sein könnten. Ob die verschiedenen Querungshilfen insbesondere von gefährdeten Kleinsäugern wie Spitzmäuse und Schläfer genutzt werden, müsste aus unserer Sicht unbedingt spezifisch untersucht werden. Derzeit werden Erfolgskontrolle von Querungshilfen meist ohne besonderen Fokus auf Kleinsäuger durchgeführt. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Puzzlestein, um die Bedürfnisse gefährdeter Kleinsäuger beim Bau künftiger Querungshilfen ausreichend zu berücksichtigen und die Vernetzung der Populationen zu gewährleisten.

Natürlich blieb auch ausreichend Zeit für den Austausch über aktuelle Arbeiten sowie einfach das gemütliche Zusammensein und wir danken allen Mitgliedern für ihr Kommen und ihre Beiträge.